122. Historischen Erinnerungsschiessen
Auch dieses Jahr wieder ein voller Erfolg: Am 122. Historischen Erinnerungsschiessen vom 28. Februar 2026 im Schiessstand Vilbringe in Kirchberg nahmen ausserordentliche 332 Schützinnen und Schützen teil. Es ist sehr erfreulich, dass erneut 30 gut besetzte Feuer durchgeführt werden konnten und das Schiessen solchen Anklang findet. Der Anlass steht im Zeichen der Erinnerung an die militärische Niederlage der Berner gegen die Franzosen im Jahr 1798 und ihre Folgen, deren Überwindung im aktuellen Anlass normalerweise am ersten Samstag im März, dieses Jahr ausnahmsweise Ende Februar, im Zentrum steht. Die Durchführung obliegt den Stadtschützen Burgdorf. Zu den Stammsektionen gehören die Stadtschützen Bern, Schützengesellschaft Herzogenbuchsee, Kirchberg Schützen, Stadtschützen Langenthal, Schützengesellschaft Langnau/Bärau, und die Schützengesellschaft Zofingen, welche den Ehrenbecher stiftet.
Um den Ablauf für die grosse Anzahl an Teilnehmenden möglichst reibungslos zu gestalten, wurden die Schiesszeiten erneut erweitert: Das Feuer wurde bereits um 9 Uhr eröffnet und um 15:45 Uhr eingestellt. Bei leichter Bewölkung und fast windstillen Bedingungen wurden am Vormittag viele hervorragende Ergebnisse erzielt. Am Nachmittag war das Wetter wechselhaft, sowohl in Bezug auf den Wind als auch auf die Lichtverhältnisse. Dies führte zu leichten Einbussen bei den Resultaten in der zweiten Tageshälfte. Erneut überraschte die Gasthausbrauerei Burgdorf einige auserwählte Schützinnen und Schützen: Das Programm des Erinnerungsschiessens umfasst 12 Schüsse (1, 2, und 3 Schüsse in je einer Minute, gefolgt von 6 Schüssen in 30 Sekunden) und wer in der zweiten Serie einen Tiefschuss von 99 Punkten erzielte, durfte sich über den Gewinn eines Kartons Burgdorfer Bier freuen.
Absenden und Festgemeinde
Das Schützenchörli Kirchberg stimmte die Schützengemeinde stimmgewaltig auf das Absenden ein und begleitete den Anlass musikalisch. Pünktlich um 16:30 Uhr begrüsste Melanie Wälchli, neue Präsidentin der Stadtschützen Burgdorf und des Erinnerungsschiessenverbandes, die Schützengemeinde und die geladene Gesellschaft: Divisionär Raynald Droz (Divisionär, Kommandant der Territorialdivision 1 Festredner), Michael Elsaesser und Andrea Gschwend-Pieren (Grossräte Kanton Bern), Stefan Berger (Stadtpräsident Burgdorf), Franco Digirolamo (Vize-Gemeinderatspräsident Oberburg), Patrizia Lambroia (Gemeinderatspräsidentin Rütligen-Alchenflüh), Andreas Wyss (Gemeinderatspräsident Kirchberg), Michael Ritter (Grossrat Kanton Bern und Gemeinderat Burgdorf), Francesco Rappa (Gemeinderat Burgdorf), Ueli Augsburger (Präsident der Historischen Schützen Schweiz), Heinz Eng (Präsident Stadtschützen Olten), Heinz Küffer (Präsident Stadtschützen Thun), Peter von Flüe (Präsident Rütlisektion Nidwalden), Daniel Epp (Rütlisektion Uri), Wendel Odermatt (Rütlischützengesellschaft Engelberg), Harald Hediger (Vizepräsident Morgartenkomission), Thomas Keller (Arquebuse) und Daniel Wyss (Präsident Büchsenmacherverband). Nach einem Blick auf die Geschichte des Erinnerungsschiessens sprach Präsidentin Melanie Wälchli allen Helferinnen und Helfern einen grossen Dank für die Unterstützung während des Anlasses aus. In der anschliessenden Festrede von Divisionär Raynald Droz waren die Bedenken angesichts der angespannten Weltlage spürbar – die Verteidigungsbereitschaft der Schweiz ist und bleibt ein zentrales Thema. Umso mehr wurde die Notwendigkeit einer kontinuierlichen, stetigen und zielgerichteten Weiterentwicklung der Schweizer Armee betont, um für zukünftige Herausforderungen gerüstet zu sein. Mit einem Hoch auf das Erinnerungsschiessen, das Emmental und die Schweiz von Divisionär Droz wurde anschliessend die Rangverkündigung eingeleitet.
Resultate
Mit dem Zofingerbecher wurde in diesem Jahr Daniela Kirchen der Stadtschützen Bern ihr grosses Engagement für den Verein und besonders den Nachwuchs geehrt. Anschliessend leitete Roland Adolf, OK-Präsident des Erinnerungsschiessens, die Rangverkündigung und die Abgabe der Bundesgabe ein. Diese wurde von Einzelsieger Stefan Howald mit 60 Punkten gewonnen. Der Wanderpreis der Territorialdivision 1 für den Gruppensieg wurde von der Gruppe «Furthmatte» der Sportschützen Bettenhausen mit 293 Punkten gewonnen. Der Juniorenpreis, ein Goldvreneli gesponsert durch die UBS, wurde mit 58 Punkten von Luca Beretta der Schützengesellschaft Liebiston-Kleinbösigen-Wallenbach gewonnen. Der Gruppensieg in der Kategorie Junioren ging mit 232 Punkten an die Jungschützen der Stadtschützen Bern. Mit Gratulationen für die Siege, Dank an alle Teilnehmenden und den abschliessenden Worten von Melanie Wälchli wurde das 122. Erinnerungsschiessen mit dem Stück “Mir hei Fröid am Läbe” beendet und wir freuen uns bereits auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.
Alle Resultate finden sich auf der Webseite des Erinnerungsschiessens.
Von links nach rechts: Roland Adolf (OK-Präsident), Luca Beretta (Gewinner des Juniorenpreises), Divisionär Raynald Droz (Festredner und Verleiher der Bundesgabe), Stefan Howald (Gewinner der Bundesgabe), Silvia van Leenen (i.V. Gruppengewinn), Melanie Wälchli (Präsidentin der Stadtschützen Burgdorf und des Erinnerungsschiessenverbandes).